
Evangelisch-charismatische Gemeinde kennen gelernt
Ökumene-Pfarrerin Antje Müller lud zum Besuch der „Gemeinde unterwegs“ nach Nasätten
RHEIN-LAHN/NASTÄTTEN. (3. November 2023) In der Reihe „Christliche Vielfalt im Nassauer Land“ hatte die Pfarrerin für Ökumene, Antje Müller in die „Gemeinde unterwegs“ nach Nastätten eingeladen. Die Gäste wurden von Pastorin Magdalene Kolar und engagierten Gemeindegliedern willkommen geheißen. Silvia Geiger und Sigrid Euler-Schmidt hatten ein leckeres Buffet vorbereitet und Getränke bereit gestellt. Nachdem die Lobpreisband mit Manuela Paki-Costa am Klavier und Helmut Reuscher an der Gitarre zum Mitsingen einiger Lieder eingeladen hatte, stellte Magdalene Kolar Ursprung, Geschichte und Werte der evangelischen Freikirche vor. Hinterher gab es noch Gelegenheit zu Gespräch und Austausch.
Die „Gemeinde unterwegs ist ein deutscher Zweig der internationalen charismatisch-pfingstlerischen Freikirche „International Church of the Foursquare Gospel“ (ICFG), die 1923 von Aimee Elizabeth Semple Mc Pherson (Sister Aimee, 1890-1944), in Los Angeles gegründet wurde und mit ihrem Angelus Tempel, der 10.000 Personen fasst, dort zu den Mega Churches gehört. Sie hat weltweit etwa acht Millionen Mitglieder, ist aber in Deutschland relativ klein mit knapp mehr als 1000 Mitgliedern, die in 30 Gemeinden unterteilt sind.
Obgleich die Gemeinden so klein sind, ist der Gottesdienst oft wesentlich besser besucht als in den landeskirchlichen Gemeinden. Es kommen zum Teil sogar mehr Besucherinnen und Besucher als die Gemeinde Mitglieder hat. Die Gemeinde bezeichnet sich als freikirchlich, weil es ihr um eine freiwillige und persönliche Beziehung zu Jesus Christus geht, die ausgedrückt wird durch die Erwachsenentaufe, die durch komplettes Untertauchen erfolgt. Auch der Haushalt wird unabhängig von Steuergeldern, allein durch freiwillige Spenden, finanziert.
Sie ist evangelisch, weil das Evangelium von Jesus Christus, die Bibel und das Apostolische Glaubensbekenntnis ihre Grundlagen sind, aber sie ist auch charismatisch, weil sie nach den durch den Heiligen Geist ausgeteilten Gaben (Charismen) strebt und heute noch an sichtbare Zeichen und Wunder glaubt und diese auch erlebe wie zum Beispiel Versorgung und Krankenheilung.
Das viereckige (englisch „Foursquare“) Emblem beziehungsweise Logo der Freikirche zeigt vier Felder mit Symbolen, die Christus zugeordnet sind. Die Krone steht für Christus als König, die Taube für Christus als Täufer im Heiligen Geist, der Kelch für Christus als Heiler und das Kreuz für Christus als Retter der Welt.
Alles in allem war es ein gelungener Abend, der gezeigt habe, dass die verschiedenen Kirchen voneinander lernen können. „Wie man lebendige Gottesdienste feiert und aufmerksamer wird für das Wirken des Heiligen Geistes, der heute noch Zeichen und Wunder tut, können wir oft so nüchternen Landeskirchler zum Beispiel von den pfingstlerisch-charismatischen Freikirchen lernen“, resumiert Antje Müller.
Gnadauer Verband und Fackelträger
Der nächste Abend in der Reihe „Christliche Vielfalt im Nassauer Land“ führt am Montag, 13. November um 20.15 Uhr ins Haus Shalom in der Kirchgasse in Bad Ems, wo Pastor Benjamin Römer über den Gnadauer Verband referieren wird, eine innerkirchliche Erneuerungsbewegung. Am Sonntag 14.Januar wird Heiner Eberhardt in der Klostermühle in Obernhof beim Neujahrsempfang ab 14 Uhr die Missionsgemeinschaft der Fackelträger vorstellen.
Mehr Informationen gibt Pfarrerin Antje Müller unter Telefon 0160-6368503 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Zu den Fotos:
Pastorin Magdalene Kolar beim Vortrag und das Emblem der Freikirche. Fotos: Antje Müller
