
Herzliches Willkommen für junge Gäste aus Mabira
Dreiwöchiger Aufenthalt im Rhein-Lahn-Kreis dient Bildung, Austausch und Freundschaft zwischen Dekanat und tansanischem Distrikt
RHEIN-LAHN. (30. März 2026) Acht junge Leute und zwei Betreuer aus Mabira in Tansania, dem Partnerdistrikt des evangelischen Dekanats Nassauer Land, sind derzeit zu Gast im Rhein-Lahn-Kreis. Gut 24 Stunden war die Gruppe, die von Emiliana Bwenge und Referent Gastone Godfrey begleitet wird, unterwegs, bevor sie im evangelischen Gemeindehaus von Nastätten angekommen waren. Austausch, Bildung und Freundschaft prägen den dreiwöchigen Aufenthalt im Rahmen der im Jahr 2013 gegründeten Jugendpartnerschaft.
In Nastätten erwartete die afrikanischen Gäste nicht nur viel „Karibu sana“ (zu Deutsch: „Herzlich willkommen!“), des deutschen Organisationsteams. Pfarrer Martin Ufer hatte auch eine kleine Andacht mit viel Gesang vorbereitet, und ein fleißiges Küchenteam des Arbeitskreises Nassau-Mabira sorgte für ein leckeres Frühstücksbüffet. Ganz im Gegensatz zum warmherzigen Empfang zeigte sich das deutsche Wetter mit Minus-Graden und heftigen Hagelschauern. Da kamen die von der Freiwilligen Feuerwehr Nassau gestifteten warmen Jacken gerade recht, auf die Sabine und Dietmar Menze das Partnerschafts-Logo hatten aufnähen lassen. Ebenso hielt Nastättens Kleiderkammer wärmende Textilien bereit.
In aller Verschiedenheit, die es unter Menschen wie Lebensbedingungen gebe, eine doch der Glaube innerhalb der Partnerschaft, sagte Dekanin Kerstin Janott während eines Empfangs für die jungen Gäste in Bad Ems. Die Liebe Gottes, Lachen, das Erzählen von Geschichten, die Sehnsucht nach Liebe, Frieden und Freundschaft sei allen Menschen gleich. Die Theologin hoffte, dass die seit mehr als 40 Jahren bestehende Partnerschaft und der Austausch unter den jungen Erwachsenen dazu beitrage, die Welt ein bisschen besser zu machen.
Begeisterung sowohl unter den Gästen als auch Veranstaltern und Passanten löste das gemeinsame Trommeln gegen Rassismus und Ausgrenzung aus, zu dem der Beirat für
Migration, Diakonie, Würde-Werkstatt, Willkommenskreis und AWO nach Diez eingeladen hatten. Den von Shadi Alhoush angeleiteten mitreißenden Trommelklängen fügte der Besuch aus Mabira noch eine ansteckende Tanz- und Gesangs-Performance hinzu, das trotz Regen jede Menge Spaß und Leidenschaft in der Marktstraße versprühte.
Voneinander lernen ist ein Aspekt des Besuchs. Das Besuchsprogramm bietet dazu viele ganz praktische Impulse. Neben einem Einblick in den Alltag des Goethe-Gymnasiums in Bad Ems gehört dazu etwa die Besichtigung eines Windrads in Eppenrod, der staunen machte. Verbindend ist das gemeinsame Singen und Beten, sei es in einem Gottesdienst in Nassau oder während eines Grillabends, zu dem nach Singhofen eingeladen wurde.
Alle zwei Jahre treffen sich nicht nur die offiziellen Besuchsdelegationen, sondern auch junge Erwachsene im Rahmen der 2013 gegründeten Jugendpartnerschaft, einmal in Mabira, einmal im Rhein-Lahn-Kreis. Corona-bedingt war ein Jahr später als geplant jetzt wieder das Dekanat als Gastgeber an der Reihe. Bernd-Christoph Matern
Zu den Fotos:
Karibu sana: Ein herzliches Willkommen bereitete das Orga-Team des Dekanats Nassauer Land den jungen Erwachsenen aus Mabira in Tansania, die nun drei Wochen im Rhein-Lahn-Kreis verbringen. Ein erster Höhepunkt war eine Trommel-Aktion in Diez. Fotos: Matern
