
Christenheit erinnert in Karwoche und Ostern an Grundlage des Glaubens
Zahlreiche Gottesdienste und Feiern im Rhein-Lahn-Kreis – Internationaler Chor, Feuer & Flamme und Osterfrühstücke
RHEIN-LAHN. (30. März 2026) Die Christenheit gedenkt in dieser Woche, die Karwoche genannt wird, an das Leiden und Sterben Jesu. Karfreitag und Ostern bilden die Grundlage des christlichen Glaubens und sind deshalb die höchsten Feiertage im Kirchenkalender. Das steht auch in den evangelischen Kirchengemeinden des Rhein-Lahn-Kreises in zahlreichen Gottesdiensten im Mittelpunkt.
Am Gründonnerstag wird dort an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern erinnert, bevor an Karfreitag dessen Tod am Kreuz die Gottesdienste bestimmt. „Siehe das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“. Dieser Vers über den Grund für Jesu Leiden und Sterben findet sich dargestellt in einem Fenster der evangelischen Wilhelmskirche in Bad Ems, die allerdings für seit einigen Jahr für die Öffentlichkeit geschlossen ist.
Doch der Tod hat für die Gläubigen nicht das letzte Wort. Mit zwei Feiertagen feiern sie an Ostern die Auferstehung Jesu. Während die in den westlichen Industrienationen die Bedeutung dieser Tage immer mehr in den Hintergrund gerät, wissen die Menschen im afrikanischen Partnerdistrikt des Dekanats in Mabira in Tansania den Grund des Feierns noch intensiver zu genießen. Dort wird gleich vier Tage lang die Auferstehung gefeiert, wie junge Gäste, die sich gerade für drei Wochen im Dekanat Nassauer Land aufhalten, berichten. Sie werden in einem von Dekanatskantor Martin Samrock geleiteten Projektchor am Ostersonntag, 5. April um 6 Uhr eine Osternacht in der evangelischen Kirche von Klingelbach mitgestalten. Zusammen mit ihren deutschen Freunden hat sich der internationale Chor bereits während zwei Probenabenden auf die Teilnahme vorbereitet. Einige von ihnen sind außerdem am Ostermontag während eines Singens um 10 Uhr in Miehlen dabei.
Es gibt noch ganz viele andere Angebote in den kommenden Tagen, sich über Tod und Auferstehung Gedanken zu machen; beim ersten „Feuer & Flamme“-Gottesdienst in Altendiez ebenso wie während einer musikalischen Andacht zur Sterbestunde Jesu in Bad Ems bis hin zur Feier der Osternacht mit anschließendem Frühstück wie in Lahnstein.
Wer sich den Grundfesten christlichen Glaubens einmal auf künstlerische Weise nähern möchte, hat dazu in vielen evangelischen Kirchen an Rhein, Lahn und Aar Gelegenheit, in denen Fenster an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern sowie an sein Leiden, Sterben und an seine Auferstehung erinnern. In vielen offenen evangelischen Kirchen ist das auch außerhalb der Gottesdienstzeiten möglich. (bcm)
Gottesdienste an den Feiertagen der Karwoche und zu Ostern in den Regionen des Dekanats von Ost nach West finden Sie unter den angegebenen Links:
Fotos: © Matern
