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Gäste aus Mabira lernen, singen, tanzen und lachen

Jugendbegegnung: Nach Flug-Turbulenzen sind junge Menschen sicher in ihrer Heimat Tansania zurückgekehrt

 JB MabiraSchllusslied becrima RHEIN-LAHN. (7. Mai 2026) Die Nachricht von der gesunden Rückkehr einer zehnköpfigen Gruppe junger Menschen aus Mabira in Tansania sorgte für Erleichterung im Rhein-Lahn-Kreis. Im Rahmen der Jugendpartnerschaft zwischen dem evangelischen Dekanat Nassauer Land und der evangelisch-lutherischen Diözese verbrachten die jungen Afrikaner fast vier statt der geplanten drei Wochen.

Streiks und falsche Umbuchungen am Frankfurter Flughafen kosteten vor allem das nimmermüde Begleitungsteam Nerven, aber am Ende kam dann doch die erlösende Nachricht: Alle konnten mit derselben Maschine fliegen und waren zunächst in Kayanga angekommen, um tags darauf wieder in ihren Orten in Mabira begrüßt zu werden.

JB Mabira Dank becrima Was die Begegnung vor allem bedeutete, zeigte sich während des Abschlussabends im evangelischen Gemeindehaus von Kördorf. Denn dort sorgten Gesang und Tanz für reichlich gute Laune, von der sich auch die älteren Anwesenden anstecken ließen. Zuvor hatte Dekanin Kerstin Janott den Gästen einen Reisesegen zugesprochen und Pfarrer Martin Ufer erinnert in Bildern an die Höhepunkte des Aufenthaltes.

Besuche eines Windrades in Eppenrod, des Goethe-Gymnasiums Bad Ems, der Werkstätten der Stiftung Scheuern und eine Aufforstungsaktion unter der kompetenten Anleitung von Willi Bausch-Weis brachten dem Besuch aus Tansania ganz praktische Erkenntnisse. Und das konnten die Menschen im Rhein-Lahn-Kreis von den Gästen aus Mabira lernen: Interesse an allem Neuen, Wissensdurst, der auch an langen und strapaziösen Tagen nicht abnimmt, Dankbarkeit für die Gastgeber, die an unterschiedlichsten Orten immer wieder in spontanen Gesangsvorträgen zum Ausdruck kam und vor allem Glaubenszuversicht und eine ansteckende Lebensfreude, die keine materiellen Reichtümer voraussetzt. Das gab es während einer Trommelaktion in Diez zu erleben, während eines gemütlichen Nachmittags in der Heubachmühle in Nastätten, in Gottesdiensten, während einer Tour auf dem Rheinsteig und auch in vielen privaten Treffen.

JB MabiraAbschiedGesangGodi becrima „Wir haben unsere Gäste als eine sehr offene, kontaktsuchende und interessierte Gruppe erleben dürfen. Von Beginn an entwickelte sich ein herzliches Verhältnis zu den Organisatoren, den Gastfamilien, den Mitgliedern des Arbeitskreises Mabira und im letzten Drittel des Besuches auch zum Personal der Klostermühle“, zieht der Vorsitzende des Partnerschafts-Arbeitskreises Berthold Krebs ein Fazit des Austauschs. „Eine rundum gelungene und erfolgreiche Begegnung für alle Beteiligten.“ Ein besonderer galt sprach er dem engagierten Vorbereitungsteam und der Begleitung des Aufenthaltes aus, namentlich Andreas Magnusson, Beate Schmittel, Saskia Klump und Romero Hocke.

Dem schloss sich auch Pfarrer Gastone nach der Rückkehr in seine Heimat an. Sowohl die liebevolle Betreuung als auch das Programm hätten Partnerschaft und Wissensaustausch gestärkt. „Es hat uns an nichts gefehlt“, schrieb er. „Wir haben viel gelernt, zum Beispiel über gute Landwirtschaft, gute Tierhaltung, gute Forstwirtschaft, aber auch über die Instandhaltung verschiedener Museen. Das hat uns die Augen für Vergangenheit und Gegenwart geöffnet.“ 

In zwei Jahren sollen dann junge Menschen wieder Gleichaltrige in Mabira besuchen. Interessenten dazu gibt es bereits. Bernd-Christoph Matern

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