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Frauen und Kindern in Not schnell und effektiv helfen

Körperliche und psychische Gewalt nimmt zu – Bündnis im Rhein-Lahn-Kreis vernetzt Beratung

 RHEIN-LAHN. (21. Mai 2026) Wer macht was? Diese Frage stand über einem erneuten Treffen des Bündnisses „FrauenSchutz Rhein-Lahn“ im Haus der Familie in Katzenelnbogen. Die Initiatorinnen stellten ein informatives und abwechslungsreiches Programm zusammen, das von Rückblicken auf das Jahr 2025 bis hin zu Ausblicken auf geplante Entwicklungen im Jahr 2026 mit zahlreichen Aktionen reichte.

Die aktuellen Fallzahlen des Polizeipräsidiums Koblenz zu Übergriffen auf Frauen waren ebenso Thema wie neue gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war der Vortrag zur Gewaltschutzberatung zu dem Thema „Wer macht was?“, präsentiert von den Interventionsstellen Koblenz und Westerburg. Die Interventionsstellen (IST) sind Fachstellen für Frauen, die körperliche, psychische, soziale Gewalt oder Stalking in engen sozialen Beziehungen erfahren haben.

Auch die Interventionsstellen für Kinder wurden vorgestellt. Die Teilnehmenden der Veranstaltung erhielten wertvolle Einblicke in die bestehenden Unterstützungsangebote und Zuständigkeiten im Bereich des Gewaltschutzes im Rhein-Lahn-Kreis. Die Vorträge machten zudem deutlich, wie essenziell die Arbeit solcher Einrichtungen ist. Vielen wurde noch einmal bewusst, dass Unterstützungsangebote weiter ausgebaut und flächendeckend zugänglich gemacht werden müssen, um Frauen und Kindern in Notsituationen schnell und effektiv helfen zu können. Häufig scheitere dies jedoch an unzureichender finanzieller Ausstattung, was zur Folge habe, dass Betroffene lange Wege auf sich nehmen müssen oder nicht ausreichend langfristig begleitet werden können.

An der Veranstaltung nahmen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Unterstützungsangebote teil von der Polizei über die von Beratungsstellen und Jugendamt bis hin zu denen des Weißen Rings und der Frauenhäuser. Der Austausch untereinander sowie die anschließende Feedbackrunde boten Raum für Diskussion, Reflexion und neue Impulse. Das Netzwerktreffen zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung ist, um im Ernstfall rasch passende Hilfe organisieren zu können. Die Veranstaltung lieferte viele wertvolle Impulse und Denkanstöße.

Das Bündnis FrauenSchutz Rhein-Lahn hat sich zum Ziel gesetzt, professionell Tätige in diesem Bereich miteinander zu vernetzen. Die Initiatorinnen sind: Manja Al Refai (Haus der Familie), Silke Löhr (Kreml Kulturhaus), Dorothee Milles-Ostermann (Gleichstellungsbeauftragte) und Beate Schmittel (Ev. Dekanat Nassauer Land).

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Gute Vernetzung ist wichtig, um Frauen, die Gewalt erfahren, zu schützen und zu helfen. Das machte ein Treffen deutlich, zu dem das Netzwerk „FrauenSchutz Rhein-Lahn“ nach Diez eingeladen hatte. Foto: Uschi Weidner