Benefizkonzert im Dom des Aartals: 18.000 Euro für Kitas

Mainzer Hofsänger lieferten 500 Gästen in Oberneisen tolles Konzert

OBERNEISEN/RHEIN-LAHN. (15. April 2019) Der Dom des Aartals war der ideale Raum für das Benefizkonzert der Extraklasse voluminöser Chorgesang mit strahlenden Tenören und profunden Bässen. Die Mainzer Hofsänger bescherten 500 Gästen mit ihrem zweistündigen Konzert ein Musikerlebnis, wie es in dieser Qualität wohl selten in der in diesem Jahr 200 Jahre alt werdenden Rundkirche in Oberneisen zu erleben war.

Schon mit den ersten Stücken gewann der unter der musikalischen Leitung von Michael Christ singende Chor die Sympathien des Publikums. 13 Männer in dunklen Anzügen und roter Fliege erzeugten mit ihrem Gesang Gänsehaut pur. Chorleiter Christ mit seinem „Ganzkörperdirigat“ und Andreas Leuck mit seiner fantastischen Klavierbegleitung ließen Gesang und Musik zu einem einzigartigen Klangerlebnis verschmelzen. Und am Ende eines begeisternden Abends konnte Walter Desch, stellvertretender Vorsitzender von Lotto Rheinland-Pfalz, rekordverdächtige 18 000 Euro an die Kirchengemeinde überreichen.

Mit der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz als Dachträger organisieren die Mainzer Hofsänger neben ihren Gesangsaktivitäten zur Faschingszeit seit 2007 auch geistliche, weihnachtliche und weltliche Chorkonzerte, deren jeweiliger Erlös zu 100 Prozent Zwecken der austragenden Einrichtungen vor Ort zugutekommt. Mehr als 200 Konzerte haben die Mainzer in dieser Zeit ausgerichtet. „Der Erlös des heutigen Abends, ist der höchste Einzelbetrag, den wir bislang in zwölf Jahren erzielen konnten“, freute sich Hofsänger-Kapitän Christoph Clemens mit dem Schirmherrn des Konzertes, Landrat Frank Puchtler. Diese starke Summe kommt, so Frank Puchtler, unseren beiden Kindertagesstätten Gänseblümchen in Oberneisen und der Villa Kunterbunt in Lohrheim zugute. Und die Hofsänger versicherten vor ihrer abschließenden Zugabe, dass sie gern in der Rundkirche zu Gast waren, denn es war auch für sie ein Erlebnis „erstmals im Halbrund hinter einem Altar Aufstellung zu beziehen“.

Unter Ausnutzung der tollen Akustik eröffneten die Mainzer ausdrucksstark mit „Klänge der Freude“ (Edward Elgar) das Konzert und brillierten im ersten Teil des Programms mit Werken von John Rutter, Wolfgang Amadeus Mozart oder Georges Bizet. Mit „Das Morgenrot“ (Robert Pracht) und „Selig sind, die Verfolgung leiden“ (Wilhelm Kienzl) holten sie die Besucher heraus aus dem Alltag und tauchten sie in eine besinnliche Stimmung. Doch die sympathischen Gäste, seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil von „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ und aus der fünften Jahreszeit überhaupt nicht wegzudenken, legten am Samstag auch ihre Textmappen weg und animierten das Publikum mit Spirituals wie „I will follow him”, „Amen“ oder „Oh happy day“ zum Mitmachen.

Den Abschluss des Programms bildete das wohl bekannteste Werk der Barockzeit, das „Halleluja“ von Händel. Am Ende des Abends bekräftigte Walter Desch seine Einschätzung: „Die singen alle in der Champions League.“ Den so hoch gelobten Gästen aus Mainz zauberte diese Wertschätzung ein Lächeln ins Gesicht und „Kapitän“ Christoph Clemens versprach: „Wir kommen gern wieder nach Oberneisen.“

Dass alle Chormitglieder auch fantastische Solosänger sind, mag ein Grund sein, das die Hofsänger weltweit der einzige Männerchor sind, der sich über Jahrzehnte auf einem solch hohen Niveau präsentiert. So bezauberten Tenor Stefan Zier und Bass Frank Häser bei „Die Rose“ (Amanda Mc Broom) oder Tenor José Wolf mit „Les Rameaux“ (J.-B. Faure) das Publikum.

 

Zum Foto: Übergabe des Rekorderlöses im Dom des Aartals nach einem erfolgreichen Konzert der Mainzer Hofsänger.  Foto: Seydel

 

 

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