Pfarrer-Ehepaar blickt dankbar zurück

Evangelische Kirchengemeinde Nastätten verabschiedet Anne-Bärbel Ruf-Körver und Kristian Körver nach Mainz-Gonsenheim

 NASTÄTTEN/RHEIN-LAHN. (10. Juli 2019) Persönliche Schicksalsschläge waren es, die das Pfarrer-Ehepaar Kristian Körver und Anne-Bärbel Ruf-Körver nach siebeneinhalbjähriger Amtszeit in Nastätten in ein neues Wirkungsgebiet ziehen lassen. Am Samstag, 13. Juli um 16 Uhr wird Dekanin Renate Weigel die beiden Theologen in einem Gottesdienst in der St. Salvator-Kirche von ihrem Dienst in Nastätten entpflichten, um sie für eine neue Zukunft in Mainz-Gonsenheim zu verabschieden.

„Man darf hier auch mal Sachen ausprobieren“, blickt Kristian Körver dankbar auf die Zeit in der Bienenstadt zurück. Besonders gut hat ihnen die Verzahnung mit der evangelischen Kindertagesstätte gefallen; da seien Kontakte und Netzwerke entstanden, die sich immer wieder positiv auf die Kirchengemeinde ausgewirkt hätten. „Die Menschen hier hängen sich rein und packen an“, sagt Anne-Bärbel Ruf-Körver.

Ein bisschen Wehmut schwingt natürlich beim Schritt in die neue Aufgabe in Mainz schon mit. „Vor allem aber der Dank für die Menschen, die uns hier begleitet haben“, so die Theologin. Beide tröstet das Gefühl, in Mainz nicht aus der Welt zu sein. Ohnehin pflegen die beiden zahlreiche Beziehungen in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Am 15. August beginnt für Anne-Bärbel Ruf-Körver der Dienst in Manz-Gonsenheim. Ihr Ehemann wird Vertretungsdienste im Dekanat Mainz übernehmen.

Die Sanierung der Kita, deren 40-Jahr-Feier, die Sanierung der Orgel, die große Resonanz unter den Konfis zur Weiterbildung als Konfi-Teamer, die neue Website der Kirchengemeinde, das Engagement des Kirchenvorstands, das Umwelt-Siegel Grüner Hahn zu erlangen – das sind nur einige der Highlights ihrer Amtszeit. Angetan waren sie auch von der Resonanz auf die offene Kirche und die Möglichkeit, dort eine Kerze anzuzünden. „Das nutzen doch sehr viele Menschen“, so Kristian Körver. In bester Erinnerung ist ihnen auch die unkomplizierte und bereitwillige Kooperation mit dem Kino-Center Nastätten, „Das sind Momente, die beflügeln“, sagen beide unisono und hoffen, dass die drei Ortschaften der Kirchengemeinde wieder ein kleines Stück mehr zu einer Gemeinde zusammengewachsen sind. „Wir haben auf örtliche Zuständigkeiten verzichtet“, so Ruf-Körver; vielmehr habe sich die Aufgabenverteilung an inhaltlichen und zeitlichen Kriterien orientiert.

So hat sich Kristian Körver vor allem um die Bauangelegenheiten gekümmert. Für Anne-Bärbel Ruf-Körver stand die Arbeit in der Kindertagesstätte im Mittelpunkt. Nebenbei hat sie auch die Arbeit auf der Palliativstation in Nastätten sehr erfüllt und eine neue Dimension erschlossen. „Es war eine sehr positive Erfahrung, wie nah die dort arbeitenden Kräfte bei den Menschen waren.“ Bernd-Christoph Matern

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Blicken mit etwas Wehmut auf ihre Dienstzeit in Nastätten zurück, sind aber dankbar für die vielen guten Begegnungen: Anne-Bärbel Ruf-Körver und Kristian Körver. Foto: Bernd-Christoph Matern

 

 

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