Adolf Krämer ist tot
Musiker mit Leib und Seele aus Niederwallmenach verstarb im Alter von 95 Jahren
NIEDERWALLMENACH/RHEIN-LAHN. (15. April 2020) Adolf Krämer ist tot. Der langjährige Organist und Musiker mit Leib und Seele starb zuhause in Niederwallmenach im Alter von 95 Jahren. Noch im November vergangenen Jahres wurde der Kirchenmusiker für seinen 70-jährigen Dienst in den Gemeinden des Kirchspiels von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau geehrt.
Musik hat den Verstorbenen von Kindesbeinen an begleitet. Seit seinem 25. Lebensjahr agierte er unermüdlich als nebenamtlicher Kirchenmusiker sowohl in der eigenen Gemeinde als auch dem gesamten Dekanat St. Goarshausen und darüber hinaus. Schon in der heimischen Wirtsstube in Niederwallmenach sorgte er nach anstrengenden Tagen in der Landwirtschaft für stimmungsvolle Stunden. Er lernte als Jugendlicher Klavier und Orgel spielen, musizierte außerdem mit Akkordeon, Flöte, Trommel sowie dem Tambor- und Dirigentenstab.
Mit seiner Tanzkapelle war er nach dem Krieg in der ganzen Region unterwegs und setzte seine froh machende Art der musikalischen Verkündigung jeden Sonntag und an allen Feiertagen oft in mehreren Kirchen hintereinander mit einer unglaublichen Treue und Zuverlässigkeit an der Orgelbank fort. Bis ins hohe Alter hinein war er zur Stelle, wenn sowohl sein Orgeltalent als auch seine vielseitige musikalische Spielfreude gefragt war. In der Initiative 55plus-minus des evangelischen Dekanats war Krämer etwa auch sehr aktiv und peppte mit seinem Akkordeon-Spiel regelmäßig die Treffen des „Single-Treffs im reifen Alter“ immer wieder auf.
„Musik ist mein Leben“, sagte Krämer anlässlich seines Jubiläums. Der Dienst machte nicht nur ihm selbst Spaß, sondern übertrug die frohe Botschaft stets auf seine Zuhörer. Als einen „Gehilfen der Freude“, die Christen haben dürfen, bezeichnete Dekanin Renate Weigel den Verstorbenen. (bcm)
Einen Beitrag über das Wirken Krämers aus Anlass seines 70-jährigen Dienstjubiläums als Organist finden Sie hier.
