Gemeinde ist Feuer und Flamme für ihr Gotteshaus

Evangelische Kirche in Marienfels nach gelungener Sanierung wieder eingeweiht

 MARIENFELS/RHEIN-LAHN. (24. Juni 2019) So voll ist die Marienfelser Kirche sonst nur an Heilig Abend: Zur Wiedereinweihung nach der Innensanierung des Gotteshauses waren viele Menschen gekommen, um sich die neue Farbgebung anzuschauen und in Worten, Gebeten und mit viel Gesang das gelungene Werk zu feiern. Kein Wunder: die evangelischen Christen mussten lange auf ihren Gottesdienstort verzichten. Mit der 875-Jahr-Feier der Kirche zum Reformationsfest 2017 begannen die Arbeiten.

Gemeindepfarrer Mathias Moos machte in seiner Predigt darauf aufmerksam, wie Gottes guter Geist die Kirche insgesamt gegründet habe und auch die Sanierung begleitete. Und er wies auf die Bedeutung des Gotteshauses für die Menschen hin, die darin eine Heimat, immer wieder Trost, neue Hoffnung und viel Freude finden. Letztere kam auch im von Organistin Katharina Born begleiteten Gemeindegesang zum Ausdruck und in den Vorträgen des eigens zum Anlass gegründeten Projektchores, den Wassily Kotykov ebenso leitete wie den evangelischen Kirchenchor. Beeindruckend auch die solistischen Beiträge von Sopranistin Tiffany Gauger.

Norbert Bauer hatte als Vorsitzender des Bauausschusses in seiner Begrüßung noch einmal an die beiden Bauabschnitte erinnert, die Sanierung des Dachstuhls und die Innenrenovierung, die insgesamt etwa 433.000 Euro kosteten. Nach Abzug von Zuschüssen der Landeskirche verlangte das der kleinen Kirchengemeinde einen Eigenanteil von rund 143.000 Euro ab. Deshalb galt Bauers Dank auch den Vertretern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die 30.000 Euro beisteuerten, der Joseph-Senker-Stiftung (24.300 Euro), der Denkmalpflege (20.000) sowie den vielen kleinen, großen und ganz großen Einzelspendern aus den Orten des Kirchspiels und von Menschen, die sich der Gemeinde verbunden fühlen. Die engagierten sich unter anderem sehr ideenreich für die Sanierung und unterstützten diese so mit stolzen rund 62.000 Euro. Kreative Kostproben gab's am Ende des Festgottesdienstes, als die Frauen des Kirchenvorstands selbst gebackene Plätzchen in Kirchenform an die vielen Besucher austeilten.

„Sie sind wirklich Feuer und Flamme für ihre Kirche“, griff während eines Empfangs Jens Güllering, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, den Pfingstgedanken noch einmal auf und zeigte sich begeistert sowohl über das Ergebnis der Bauarbeiten als auch das Engagement der Vielen, die das ermöglichten. „Das Engagement zeigt, wie wichtig eine Kirche vor Ort den Menschen ist“, sagte Ehrs Ortsbürgermeister Klaus Brand auch im Namen der Ortsgemeinden Berg und Hunzel, die zur Kirchengemeinde gehören. Der stellvertretende Präses des Dekanats Nassauer Land Dr. Ulrich Werner beglückwünschte die Gemeinde im Namen des Dekanats zu der gelungenen Kirchensanierung. Mathias Moos dankte noch einmal ausdrücklich Norbert Bauer mit einem Geschenk für dessen großartiges Engagement, ohne das die Sanierung so nicht möglich gewesen wäre. „Das war mein Job und ich habe das gern gemacht“, meinte der Kirchenvorsteher bescheiden. Bernd-Christoph Matern

 

Zu den Fotos: Bestens besucht war der Einweihungsgottesdienst für die innensanierte evangelische Kirche von Marienfels, die in neuer Farbgebung und neuem hellerem Glanz erstrahlt. Fotos: Matern

Einen besonderen Dank sprach Gemeindepfarrer Mathias Moos Norbert Bauer aus, der als Vorsitzender des Bauausschusses die Sanierung von Dachstuhl und Innenraum begleitete.

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